Wie der eigene Wintergarten zum Wohnraum wird

Spielen Sie mit dem Gedanken, die nutzbare Wohnfläche Ihres Hauses zu erweitern? Ob das Wohnzimmer zu klein erscheint, ein Raum anderweitig genutzt werden muss oder einfach durch eine Umgestaltung mehr Licht in die Wohnung getragen werden soll: Eine Vergrößerung der Wohnfläche kann viele Gründe haben. Um keinen zeit- und kostenaufwendigen Anbau realisieren zu müssen, entscheiden sich immer mehr Menschen für einen Wintergarten als Hauserweiterung. Doch damit dieser das ganze Jahr über größtmögliche Freuden bringt, sollten Sie bei der Planung und Umsetzung einiges beachten. Stefan Lutz Überdachungen aus München zeigt Ihnen wie Ihr Wintergarten ein voller Erfolg wird.

Gut durchdacht ist halb gebaut

Da das Konzept des Wintergartens sich erst in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut, sind die meisten Häuser nicht von Anfang an mit einer solchen Erweiterung ausgestattet. Das heißt, dass nach dem Bau des eigentlichen Hauses wieder eine völlig neue Planung zum Bau des Wintergartens beginnen muss.

Hier wird zwischen zwei Hauptarten unterschieden: Der Kaltwintergarten stellt einen separaten, nicht beheizten Raum dar, der mehr als verglaste Terrasse denn als Wohnraumerweiterung angesehen wird. Beim Wohnwintergarten ist der Übergang zwischen aktueller Wohnfläche und Wintergarten fließend und der Raum wird wirklich erweitert bzw. zur Natur hin geöffnet.

Um einen solchen Wohnwintergarten ganzjährig nutzen zu können, muss allerdings bei der Planung einiges beachtet werden. Die wichtigsten Punkte sind hier zusammengefasst:

  • Isolierung
  • Dämmung
  • Bodenbelag
  • Lüftung
  • Grundsätzliche Konstruktion (Verschiebung der Außenwand, Fundament, Brandschutz)

Isolierung und Dämmung – das A und O des Wohnwintergartens

Da ein Wohnwintergarten das ganze Jahr über nutzbar sein soll, muss in den kalten Monaten wie in der restlichen Wohnung auch geheizt werden. Um dabei umwelt- und kostenbewusst zu handeln, ist die Planung einer guten Isolierung zur Sicherstellung einer ausreichenden Energieeffizienz entscheidend. So sollte Doppel- bzw. Isolierverglasung oder Wärmedämmglas verbaut werden. Dies verhindert das Austreten von Heizungswärme und vermindert somit den Energieverbrauch. Neben dem Wärmeerhalt ist dabei auch die Klimaregulation bei starker Sonneneinstrahlung durch die Verwendung von Isolierglas zu erreichen. So wird sowohl ein Auskühlen als auch ein Aufheizen des Wintergartens vermieden.

Genau wie die Isolierung senkt auch eine durchdachte Dämmung den Wärmeverlust und damit Energieverbrauch und Heizkosten. Das ist zudem wichtig, um die EnEV zu erfüllen und damit eine Baugenehmigung zu erhalten. Als naturbelassenes Material mit besonderem Flair und guten Dämmeigenschaften bietet sich hier Holz an.

Heizung und Lüftung – für die ganzjährige Nutzung

Durch den Einsatz großer Mengen an Glas für die Konstruktion des Wintergartens übernimmt die Sonne sowohl im Sommer als auch im Winter zumindest tagsüber einen großen Teil der Heizleistung. Um bei geringer Sonneneinstrahlung bzw. am Abend oder in der Nacht schnell auf Temperaturänderungen reagieren zu können, eignen sich Wandheizelemente, Bodenkonvektoren oder Öfen. Diese sind nicht so träge wie Fußbodenheizungen, lassen sich schnell auf volle Leistung bringen und genauso schnell auch wieder ausschalten.

Eine andere Art der Temperaturkontrolle stellt besonders an heißen Tagen die Lüftung dar. Ob durch den Einbau einer Klimaanlage oder großflächige Fenster an den Oberseiten des Wintergartens: Luft- und Wärmeaustausch sind wichtig, um ein angenehmes Raumklima garantieren zu können. Eine Außen- oder Innenbeschattung kann zusätzlich bei der Regulation helfen.

Bodenbelag – das Fundament des Wintergartens

An das Fundament des Wintergartens werden die gleichen Anforderungen gestellt wie an das Fundament des restlichen Hauses. Es muss dämmen, Feuchtigkeit abhalten und langlebig sein. Zur Planung des Fundaments sollten Experten konsultiert werden. Für den eigentlichen Bodenbelag ist sowohl die Funktionalität als auch der Geschmack des einzelnen entscheidend. Hier können Sie zum Beispiel zwischen Holz, Stein oder PVC wählen.

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