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Baugenehmigung für Ihren Kaltwintergarten: Darauf müssen Sie achten!

Sie planen, einen Wintergarten zu errichten? Mit einem Kaltwintergarten können Sie Ihr Haus optisch aufwerten und den Blick ins Freie genießen. Außerdem sind darin Ihre Gartenmöbel vor Wind und Regen geschützt und Pflanzen lassen sich elegant sowie problemlos überwintern. Doch bevor Sie anfangen können zu bauen, müssen Sie eine Baugenehmigung einholen. Was Sie dabei beachten müssen und ob es Ausnahmeregelungen gibt, erfahren Sie von Stefan Lutz Überdachungen in München.

Was ist eigentlich ein Wintergarten aus der Sicht des Bauamtes?

Bevor Sie einen Bauantrag stellen und mit Ihrem Projekt starten können, müssen Sie sich zunächst vergewissern, dass es sich bei Ihrem Bauvorhaben juristisch um einen Wintergarten handelt. Bauämter verstehen unter Wintergärten ein freistehendes Bauwerk oder einen Anbau. Die Trägerkonstruktion besteht dabei aus Kunststoff, Holz oder Metall und wird größtenteils mit Glas abgedeckt.

Ein Wintergarten wird auf einem festen Fundament errichtet und grenzt in der Regel an ein Gebäude an. Darüber hinaus muss ein Wintergarten stabil und resistent gegenüber Schneelasten, Regen und Wind sein. Mehrere Personen müssen sich auch bei starker Witterung über längere Zeiträume gefahrlos darin aufhalten können.

Gemütlicher Kaltwintergarten
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Worin unterscheidet sich ein Kalt- von einem Wohnwintergarten?

Wie der Name bereits andeutet, ist ein Kaltwintergarten nicht beheizt. Kaltwintergärten sind außerdem nicht isoliert, weswegen Sie diese hauptsächlich in den Frühlings- und Sommermonaten von April bis Oktober nutzen können.

Insgesamt sind Kaltwintergärten günstiger als Wohnwintergärten, weil die Anschaffungskosten geringer sind und keine Unterhaltskosten anfallen. Ein Kaltwintergarten wird nicht als Wohnraum genutzt. Meistens wird Aluminium als Material für den Unterbau, das Dach und die tragenden Teile verwendet. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Kaltwintergarten mit Falt- und Schiebeelementen auszustatten.

Genehmigung für einen Kaltwintergarten in München

In Art. 57 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) ist festgelegt, welche Baumaßnahmen Sie in München ohne Baugenehmigung durchführen können. In dieser Ausnahmeregelung werden Wintergärten nicht erwähnt. Deswegen müssen Sie davon ausgehen, dass Kalt- und Wohnwintergärten in Bayern grundsätzlich und immer genehmigungspflichtig sind.

In manchen Bundesländern können Sie Ihren Wintergarten unter Auflagen ohne Baugenehmigung bauen:

  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Thüringen
  • Rheinland-Pfalz

In Brandenburg und Thüringen sind Kaltwintergärten genehmigungsfrei, in Rheinland-Pfalz dürfen diese nicht größer als 50 Quadratmeter sein. Auch in Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen sind Wintergärten bis zu einer bestimmten Größe genehmigungsfrei.
Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Bau und der Planung Ihres Wintergartens bei einer Fachfirma zu informieren. Diese kann Sie nicht nur bezüglich Ihres Wintergartens beraten, sondern Ihnen auch alle relevanten Vorschriften nennen, die Sie einhalten müssen.

Gefahren beim Bau eines Wintergartens ohne Baugenehmigung

Wenn Sie einen Wintergarten ohne Genehmigung errichten, müssen Sie mit hohen Bußgeldern rechnen. Es kann sogar passieren, dass Sie ihn wieder abreißen müssen, wenn er fertig gebaut ist. Wir raten Ihnen, stets eine Genehmigung einzuholen und Ihr Bauvorhaben eng mit dem Bauamt abzusprechen.

Wenn Sie bereits einen Wintergarten gebaut haben und dafür keine Genehmigung eingeholt haben, dann können Sie auch noch nachträglich ein Baugesuch beim zuständigen Bauamt einreichen. Behörden reagieren sehr viel kulanter, wenn Sie von sich aus auf die fehlende Baugenehmigung aufmerksam machen, und verlangen nur selten einen Abriss.

Ein Kommentar zu “Baugenehmigung für Ihren Kaltwintergarten: Darauf müssen Sie achten!

  1. Hallo!

    Hätten Interesse an einer Alu-Glas -Terrassenüberdachung. 5 x 3m
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    Und Unterglasmarkise

    Standort: 5111 Bürmoos

    Bitte um Angebot.

    MfG
    Sandra Kardeis

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